Projekt Mantay

Heim für schwangere Mädchen und junge Mütter sowie deren Kinder  in Cuzco/Peru

Um bedürftigen Kindern und Jugendlichen, deren Situation oft genug noch durch sexuellen Missbrauch verschärft wird, zu helfen, gründeten drei Spanierinnen im Jahr 2000 das Projekt Mantay in Cusco.

Dieses Heim für schwangere Mädchen und minderjährige Mütter aus armen Verhältnissen, die Opfer sexuellen Missbrauchs wurden, ist mittlerweile Zufluchtsort für jeweils 10 bis 20 Mädchen mit ihren Kindern.

Ohne Hilfe wären die Mädchen mit ihrer schwierigen Mutterschaft überfordert, so kann jedoch Schlimmeres, wie z.B. die Aussetzung der Kinder, verhindert werden.

Ziel des Projekts Mantay  ist es, schwangeren Mädchen und jungen Müttern zu helfen, die Opfer sexuellen Missbrauchs wurden sowie aus armen Verhältnissen stammen. Aufgrund ihres Alters, ihrer Armut oder ihrer traumatischen Erlebnisse sind die Mädchen mit den Anforderungen einer Mutterschaft überfordert. Die Gefahr, dass sie ihre Kinder aussetzen, ist groß.

Im Rahmen der Projektarbeit erfolgt die Aufnahme der Mädchen in das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und dem Familiengericht der Stadt Cuzco.

Aufgrund der traumatischen Erfahrungen steht zunächst eine mentale und psychologische Betreuung der Mädchen im Vordergrund. Neben einem Zuhause, Nahrung und Kleidung erhalten die jugendlichen Mütter eine Grunderziehung in Sexualkunde, Kinderbetreuung, Gesundheit und Hygiene.

Durch die Fortsetzung der schulischen Ausbildung und das Erlernen traditionellen Kunsthandwerks in eigenen Werkstätten soll während des Aufenthalts im Projekt die Basis für eine spätere Selbständigkeit der jungen Frauen geschaffen werden.

In Zusammenarbeit mit den Justizbehörden wird gegebenenfalls versucht, die Täter zu verfolgen und zur Rechenschaft zu ziehen.

Seit der Gründung des Projekts im Mai 2000 konnten mehr als 100 junge Mütter und deren Kinder betreut werden.

Derzeit leben 13 junge Mütter und Frauen mit 11 Kindern in dem Heim. Ebenso werden in einem projekteigenen Kindergarten 16 Kinder von Müttern betreut, die das Projekt bereits verlassen haben.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt hauptsächlich durch Gruppen aus Spanien und Italien sowie regionale Einrichtungen. Im Jahr 2011 beliefen sich die monatlichen Kosten auf durchschnittlich 5.500 Euro. Die IKJH trägt seit 2002 monatlich 200 Euro bei. Durch den Verkauf der Produkte, die in den projekteigenen Werkstätten hergestellt werden, kann ein Teil der Projektkosten gedeckt werden.

 

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